|
||||||||||||||||
| Wärmedämmen Es gibt viele Möglichkeiten zum Energiesparen, aber statt wahlloser Einzelaktionen zu starten, sollte man sich zuerst ein Gesamtkonzept aufstellen! Ohne ein wirtschaftliches Konzept geht das aber nicht. Sonst wird das Haus zu einem Sammelsurium von technischen Komponenten und Materialien ohne logischen Zusammenhang. Bauteile die gedämmt werden sollen: Spitzboden, Geschossdecke, Ausgebautes Dachgeschoss Außenwände, Innendämmung, Fenster, Kellerdecke, Rohrleitungen Material + Werkzeug Baustoff, Spezialdämmung Dach dämmen Flachdach dämmen Dämmen in der Praxis Decke zum Dach Kellerwand dämmen Außenwand dämmen |
Weitere Themen
|
|||||||||||||||
|
Warme Luft ist immer am wandern, immer von warm nach kalt. Egal in welcher Richtung, horizontal, vertikal von unten nach oben oder von oben nach unten. Spitzboden: In der Regel Holzbalkendecke, so sollten Sie die Geschossdecke erstmal zwischen den Kehlbalken sorgfältig dämmen. Dampfsperre auf der Innenseite anordnen. Geschossdecke: Decken zu nicht ausgebautem Dachgeschoß von oben mit Dämm- und Spanplatten Verbundplatten, Schüttdämmung oder auch Mineralwolle. Ausgebautes Dachgeschoss: Dachschräge kann zwischen den Sparren auch über und unter den Sparren gedämmt werden. Außenwände: Hier gibt es viele Möglichkeiten. Monolithes Mauerwerk ist auch noch möglich, aber besser ist ein Mauerwerk + Wärmedämm-Verbundsystem zu wählen oder ein zweischaliges Mauerwerk mit hinterlüfteter Fassade oder mit Kerndämmung. Außenwand-Innendämmung: Kommt nicht nur bei Altbauten in Frage. muss aber sehr sorgfältig durchgeplant werden. Fenster: Der U-Wert von heutigen Fenstern liegt bei 1,2, Fenster mit Wärmeschutzglas bei 0,8. Hier ist eine Wirtschaftlichkeitsberechnung erforderlich ob der Mehrpreis rentabel ist. Kellerdecke: Den Wärmeverlust zum unbeheizten Keller können Sie gut durch eine Wärmedämmung direkt unter der Kellerdecke unterbinden. Rohrleitungen: Ein Mantel aus Schaum um die Rohrleitungen reduziert Ihre Heizkosten. Alle Rohrleitungen, die Heiz- oder Warmwasser transportieren, sollten mit FCKW-freien Polyethylen-Rohrmänteln verkleidet werden. Material Klemmfilz, Dampfbremsfolie, Klebeband, Dichtband oder Dichtkleber Werkzeug Meterstab, Wasserwaage/Lot, Tacker/Klammern, Spachtel, Maurerkelle, Eimer, Schraubendreher, Akkuschrauber, Bohrhammer, Großes Messer/Cuttermesser, Handsäge/Stichsäge, Hobel, Bleistift/Maßband, Hammer, Dämmstoffmesser, Schneidunterlage (Brett), Arbeitshandschuhe, Staubmaske und Schutzbrille Dämmstoffe Wärmedämmung mit Mineralwolle von der Rolle ist weit verbreitet und preiswert. Die Alufolie ist gleichzeitig Trägerschicht und Dampfbremse, aber diese Dampfbremse ist nicht ausreichend, es muss zusätzlich eine Dampfsperre angebracht werden. Als Staubschutz ist die Alufolie empfehlenswert. Trockenbau-Estrichelemente aus Gips oder Gipsfaserplatten sind versetzt aufgebaut und haben eine Dämmschicht aus Styropor. Diese Elemente sind leicht zu verkleben und zu verschrauben und bilden einen glatten Untergrund. Diese Fertigelemente sind relativ sehr teuer, hier kann man auch loses Material nehmen. Styropor Dämmplatten und Fermacell- oder Spanplatten Unebene Fußböden gleichen Sie am besten mit einer Dämmstoff-Schüttung aus. Das schafft ein einheitliches Fußbodenniveau für den Bodenbelag und sorgt gleichzeitig für eine gute Bodendämmung. Dämmputze oder -mörtel enthalten geblähte d.h. lufthaltige Mineralien wie Perlite oder Blähton und werden normalem Zement oder Kalkmörtel zugeschlagen. Solche Mischungen erhalten Sie auch als Fertigputze. In Dicken von fünf Zentimetern und mehr können Sie damit Fassaden oder Teile davon wirksam dämmen. Mit dem Dämmputz lassen sich auch sehr leicht Rohrschächte ausfüllen. Der Einsatz von Dämmmörtel eignet sich auch bei einschaligem Mauerwerk aus Porenbetonsteinen oder porosierten Ziegeln, allerdings sollten man hier das Kleben vorziehen. Wärmeleitfähigkeit von Baustoffen in W/mK Beton 1,5 / 2,0 KS-Vollstein 0,99 Lochziegel 0,7 KS-Lochstein 0,56 Leichtbeton-Stein 0,40 Porenbeton G 4 0,27 Holzwoll-Platten 0,09 Blähton 0,07 Korkplatten 0,035 Mineratwolle 0,035-0,05 Hartschaum PU 0,025 W/mK ist die Wärmeleitzahl: le kleiner der Wert, je geringer ist der Wärmeverlust Spezialdämmung PU-Schäume sind nicht nur ideal z.B. zur Montage von Fenstern, Fensterbänken und zur Verfüllung von Fugen, sondern sie bieten auch dauerhaften Schutz gegen Wärmeverluste und Luftzug. Der ausgehärtete Schaum hat sich seiner Umgebung ohne Zwischenraum angepasst und hat ähnlich gute Dämmwerte wie Hartschaum. Tipps: Dach von außen dämmen Auf den Sparren: Bauphysikalisch gesehen ist diese Dämmung die beste Lösung. Bei Altbauten lohnt sie sich nur, wenn Sie eine neue Dacheindeckung brauchen. Es gibt dafür spezielle Systeme aus Hartschaumplatten oder Mineralwolle. Zwischen den Sparren: Bei bereits ausgebauten Dachräumen ist eine nachträgliche Dämmung von außen zwischen den Sparren möglich. Ein aufwendiges Verfahren, denn dazu muss das Dach aufgedeckt werden. Zwischen den Sparren: Aluminiumfolie kaschierter Mineralwolle-Filz wird nur noch selten eingesetzt (auf Bestellung). Bei dachtypisch ungleichen Abständen verwenden Sie den praktischeren Klemmfilz. Zwischen den Sparren: Schneiden Sie die Platten oder die Bahnen von der Rolle einen Zentimeter breiter ab als die Sparrenabstände. Achten Sie beim Einpassen auf einen fugendichten Anschluss des Dämmstoffs. Zwischen den Sparren: Klemmfilz ist auf 50 Prozent seines Volumens komprimiert und entfaltet sich beim Ausrollen. Der Einbau ist einfach: Sparrenabstand messen, mit zwei Zentimeter Zugabe abschneiden und zwischen die Sparren klemmen Flachdach dämmen Sonderfall: Zur nachträglichen Dämmung von Flachdächern werden begehbare Polystrolplatten eingesetzt. Ihr Nut- und Federsystem ergibt eine dichte Fläche, die mit einer Kiesschüttung abgedeckt wird. Unter den Sparren: Dämmplatten aus Hartschaum, die auf Gipsplatten kaschiert sind, werden direkt unter die Sparren gesetzt. Das Verbundsystem kann entweder als Alleindämmung eingesetzt werden oder aber, um zusätzliche Dämmwirkung zu erzielen. Wärmebrücken Decke zum Dach Hartschaum-Platten: Eine glatte, geschüttete Betondecke bietet sich für das Auslegen mit Hartschaum-Platten an. Dicke Platten können Sie mit versetzten Fugen oder dünne in zwei gegenläufigen Schichten auslegen und am Rand durch Keile sichern. Mit dem Reststück der ersten Reihe beginnen Sie die zweite Reihe. Das spart Material. Als Lauffläche eignen sich Trockenestrich oder Verlege-Spanplatten. Schüttdämmung: Eine Schüttung aus Dämmmaterial (z.B. Perlite, ein technisch aufbereitetes, vulkanisches Gestein) ist für Dachböden bestens geeignet. Das Material kommt entweder zwischen die Balken oder wird auf den Dielen flächig ausgebracht. Ideal bei Unebenheiten oder unterschiedlichen Sparrenabständen, denn es füllt Hohlräume lückenlos aus. Abdeckung mit Dämm- oder Verlegeplatten. Mineralwolle: Bei den nach oben offenen Zwischenräumen einer Holzbalken-Decke bietet sich eine Dämmung mit Mineralwolle in Platten oder Bahnen an. Das Material wird lose ausgelegt, die Ecken werden gut ausgestopft. Als Belag kommen Verlegeplatten oder einfache Nut- und Federbretter (Rauspund) auf die Balken. Diese Methode eignet sich auch für einen gedämmten Unterboden mit Lagerhölzern. Kellerwand dämmen Von innen: Verbundplatten (Gipsfaserplatten mit Dämmschicht) kleben Sie mit einem Spezialmörtel an die Wand. Sorgen Sie für eine Hinterlüftung. Dann verspachteln Sie die Fugen. Von innen: Bei unebenem Mauerwerk empfiehlt sich ein Dämmungsaufbau mit einer Unterkonstruktion aus Latten. Dampfsperre und darauf Faserplatten oder Holzprofile. Rohre werden in der Lattenkonstruktion versteckt. Von außen: Der Erdboden wird abgetragen. Kleben Sie Dämmplatten aus Hartschaum (haben hohe Druckfestigkeit) auf die Wände. Dann die Schutzschicht aufbringen und den Graben auffüllen. Außenwand dämmen Die Außenwand mit vorgehängter Fassade und Kerndämmung ist am aufwändigsten, am einfachsten ist ein Wärmedämmputz. Wärmedämmputz Auf die Mauer werden Hartschaum-Platten geklebt, die durch Nut und Feder oder einen Stufenfalz eine geschlossene Fläche bilden. Druckfest wird die Dämmung durch eine Glasfaser-Matte, die in die Kleberschicht eingebettet wird. Darauf werden Flachverblender, so genannte Riemchen, geklebt. Eine an die Wand gedübelte Schiene gibt Halt und dient als unterer Abschluss. Das Fundament für die Wand braucht nicht verstärkt zu werden. Innendämmung Die Innendämmung der Außenwand ist durchaus eine Möglichkeit, nur hier muss man den Taupunkt der Außenwand berechnen und alle Anschlüsse sorgfältig planen. Nur einfach Gips-Hartschaum-Platten und Dampfbremsfolie anbringen ist von abzuraten. Die Ausführung selbst ist relativ leicht durchzuführen. Als Alternative bietet sich auch eine Ständerkonstruktion mit Dämmung, Dampfbremse und Faserplatten an. Klemmfilz Dämmstoffe aus Mineralwolle sind leicht zu verarbeiten. Lüften Sie Ihren Arbeitsraum gut. Tragen Sie geschlossene Arbeitskleidung und feste Handschuhe. Arbeiten Sie über Kopf nur mit Schutzbrille. Schneiden Sie den Dämmstoff auf fester Unterlage mit Messer oder Schere, nie reißen. Reste sammeln Sie z.B. in Plastiksäcken. Raum mit dem Staubsauger reinigen. Nach Beendigung Ihrer Arbeit spülen Sie den Baustaub mit Wasser ab. Porta Westfalica, den 03.06.2010 ZUM SEITENANFANG |
||||||||||||||||
|
CAD Planungsbüro BLUM, Ravensberger Str.118, 32457 Porta Westfalica
Tel. 05706/955084, Fax 955085, E-Mail: blumcad@t-online.de Porta Westfalica 2003 - Impressum/AGB |
|||