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Blower-Door-Test

Ist ein Verfahren (Qualitätskontrolle) die Luftdichtigkeit eines Gebäudes nachzuprüfen. Mit Einführung der WSVO 95 müssen Häuser luftdichter gebaut werden. Undichtigkeiten und Wärmebrücken führen nicht nur für Wärmverluste, sondern auch für massive Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung. Zunehmend wird eine Bautechnik bekannt aus der Flachdachkonstruktion auch für normale Dächer und Dachsanierungen angewandt, das Warmdach. Das Warmdach erfordert eine sorgfältige Bauausführung. Ins besonders mit der Ausführung des Warmdaches wird oft zu sorglos von Heimwerkern und Handwerkern umgegangen.

Der Blower-Door-Test auch Differenzdruck-Messverfahren genannt, kann durchgeführt werden sobald das Haus komplett mit Fenstern und Türen geschlossen ist. Für den Blower-Door-Test wird ein Ventilator in der Haustür- oder einer der Fensteröffnungen eingebaut. Dieser Ventilator bläst; Luft ins Hausinnere oder saugt sie heraus. Nun wird die Luftmenge ermittelt, die bei den gegebenen Druckverhältnissen durch die Gebäudehülle hindurch zieht. Der Test kostet ca. ~ 350 Euro.

Anmerkung

Normennachweis

Durchschnittliche Messwerte

Anmerkung

Der Blower-Door-Test deckt Luftundichtigkeiten auf, Wärmebrücken können mit diesem Verfahren nicht lokalisiert werden. Werden Luftundichtigkeiten festgestellt, gibt es weiter ein Problem. Die luftundichten Stellen, die kann man mit diesem Test nicht feststellen. Hier muss man sorgfältig alle Fugen überprüfen, bzw. nacharbeiten und den Test wiederholen.

Es gibt noch ein Knackpunkt. Ist die Gebäudehülle 100% luftdicht, dass ist keine Garantie für vorhandene Wärmebrücken, die wiederum für Wärmeverluste und Feuchtigkeitsschäden mit Schimmelbildung verantwortlich sind.

Merke: Schäden sind im Nachhinein immer schwer zu lokalisieren, auch Blower-Door-Test und Thermografie sind und bleiben technische Hilfsmittel. Sorgfältige Vorplanung und sach- und fachgerechte Ausführung sind die besten Garantien für fehlerfreie Arbeiten.

TIPP: Es gibt auch ein kostenloses Verfahren im eigenen Haus, erstmal die Undichtigkeit eines Gebäudes nachzuprüfen. Bei stark wehenden Winden entsteht am Gebäude auf der einen Seite ein Überdruck und aus der anderen Seite ein Unterdruck. Ist die Gebäudehülle undicht treten Zugerscheinungen im geschlossenen Gebäude auf. Empfindliche Menschen spüren sofort, wenn auch nur ganz leichte Zugerscheinungen auftreten. Auch eine Kerzenflamme ist ein guter Indikator für undichte Ritzen, aber Vorsicht damit und nicht das ganze Haus abfackeln.

Normennachweis

EUROPÄISCHE NORM EN 13829 November 2000 Deutsche Fassung

Wärmetechnisches Verhalten von Gebäuden

Bestimmung der Luftdurchlässigkeit von Gebäuden

Differenzdruckverfahren (ISO 9972:1996, modifiziert)

Messprinzip: Ermittlung der Luftwechselrate n50


Durchschnittsmessergebnisse (Messwert jeweils bei 50 Pa)

Unsanierter Altbestand 4 – 12 h-1

Mangelhafter Neubau 3 – 7 h-1

Niedrigenergiehäuser 1 – 2 h-1

Passivhäuser 0,1 – 0,6 h-1 (Grenzwert für Passivhäuser 0,6 h-1)

Beachte: Luftdichtigkeit nicht mit Dampfdiffusionsdichtheit verwechseln.
Ein normaler Innenputz ist bereits luftdicht, aber dampfdiffusionsdurchgänig.

Planungsbüro Blum, Porta Westfalica, den 16.11.2008

CAD Planungsbüro BLUM, Ravensberger Str.118, 32457 Porta Westfalica
Tel. 05706/955084, Fax 955085, E-Mail: blumcad@t-online.de
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