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Um Feng Shui eine jahrtausendalte chinesische Lehre besser zu verstehen, ist es empfehlenswert auf die Chinesische Medizin zu blicken, da hier bereits sehr viele Elemente vorkommen.

Hier finden Sie:


Chinesische Medizin

Die Traditionelle Chinesische Medizin, die Heilkunst aus dem Reich der Mitte ruht auf vier Säulen: der Ernährung, den Heilmitteln, der Akupunktur und der Heilgymnastik. Die Behandlung, besteht fast immer aus einer Kombination verschiedener Therapien.

Die chinesische Medizin beruht auf der Philosophie des Taoismus und einer jahrtausendealten Tradition. Die Grundlage bildet das vor 2000 Jahren entstandene medizinische Werk "Der innere Klassiker des Gelben Fürsten". Vor allem bei chronischen Krankheiten zeigt die Traditionelle Chinesische Medizin neue Wege auch für die westliche Medizin auf.

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Yin und Yang

Aus der chinesischen Naturphilosophie, dem Taoismus, geht die Einteilung des Universums in das sich ergänzende Gegensatzpaar Yin und Yang hervor. Diese zwei Urkräfte bedingen einander und bilden gemeinsam die Lebensenergie Qi, die alle Lebewesen, auch den menschlichen Körper, durchströmt. In der chinesischen Medizin ist eine Trennung von Körper, Seele und Geist unbekannt, der Mensch wird stets als Einheit gesehen und behandelt.

Anhand der folgenden Tabelle, die noch unendlich erweitert werden könnte, wird deutlich, dass die Vorstellung von Yin und Yang alle Erscheinungen der materiellen und geistigen Welt durchzieht.Beispiele für Yin und Yang

  • Erde und Himmel
  • Mond und Sonne
  • Frau und Mann
  • Nacht und Tag
  • Wasser und Feuer
  • Bauch und Rücken
  • Innen und Außen
  • Leere und Fülle
  • Kälte und Hitze
  • Schatten und Licht
  • Schwarz und Weiß
  • Intuition und Intellekt
  • tief und hoch
  • unten und oben
  • weich und hart

Alle Organe sind ebenso wie Geist und Seele entweder dem Yin oder dem Yang zugeordnet und stehen auf eine bestimmte Weise miteinander in Beziehung.

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Qi der Energiefluss

Alle Körperorgane stehen untereinander durch Energiebahnen (Meridiane) in Verbindung, in denen die Lebenskraft (das Qi) fließt. Anders als im Westen oft fälschlich angenommen sind Meridiane keine Nervenbahnen und weisen keine anatomisch nachweisbaren Strukturen auf.

Eine Krankheit im Sinne der chinesischen Medizin liegt vor, wenn der Energiefluss gestört ist und Yin und Yang im Ungleichgewicht sind. Erkrankte Organe weisen ein Zuviel oder Zuwenig Yin oder Yang auf, etwa weil der Energiefluss von oder zu einem zugeordneten Organ gestört ist. Deshalb kann es vorkommen, dass ein chinesischer Arzt nicht das erkrankte, sondern ein anderes Organ behandelt. So liegt bei Neurodermitis aus Sicht der chinesischen Medizin die Ursache nicht in der Haut selbst. Verantwortlich ist vielmehr das Organsystem Lunge-Dickdarm, dessen gestörtes Yin-Yang-Verhältnis den Energiefluss zur Haut beeinträchtigt, was sich in einer trockenen, juckenden Haut zeigt. Die Behandlung setzt demnach nicht bei der Haut, sondern bei Lunge und Darm an.

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Diagnose und Behandlungsmethoden

Der Schlüssel zur erfolgreichen Behandlung ist auch in der chinesischen Medizin die Diagnose. Informationen über Ursache und Schwere der Erkrankung erhält der Arzt anhand mehrerer Verfahren:

Mit Hilfe der chinesischen Diagnosemethoden lassen sich gesundheitliche Störungen frühzeitig erkennen, oftmals schon bevor ein organischer Befund mit westlichen Methoden nachweisbar ist. Die traditionellen chinesischen Untersuchungsverfahren schließen moderne, technische Diagnosemethoden wie EKG, Labor und Röntgen keineswegs aus.

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Ernährung

In der chinesischen Medizin ist die Wirkung eines Nahrungsmittels durch seine energetischen Eigenschaften bestimmt: Es wird zwischen kalt, kühl, neutral, warm und heiß unterschieden. Menschen mit Hitzesymptomen brauchen kühlende Nahrungsmittel wie Äpfel, Reis, Weizen, Gurken und Joghurt. Bei Kältesymptomen benötigt der Erkrankte wärmende Nahrungsmittel wie Rindfleisch, Huhn, Hafer, Zwiebeln und Butter. Eine Ernährung nach den oben genannten Prinzipien der chinesischen Medizin setzt keine Umstellung auf die asiatische Küche voraus, sondern ist mit einheimischen Nahrungsmitteln ebenso möglich.

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Arzneimittel

Die Verwendung von Arzneien spielt in der chinesischen Medizin eine bedeutende Rolle. Über 500 Heilmittel pflanzlicher, tierischer und mineralischer Herkunft sorgen meist in Form von Teezubereitungen für Gesundheit und Wohlergehen.

Ähnlich wie die Lebensmittel werden auch die Heilmittel nach energetischen Qualitäten eingeteilt und eingesetzt:

  • Kühle und kalte Arzneien lindern das Feuer (zu viel Yang) im Körper
  • warme und heiße« mildern Kältesymptome (zu viel Yin).

Viele Arzneien wirken auf ganz bestimmte Meridiane und damit auf die zugehörigen Organe, z.B. Ingwer auf Lunge, Magen und Milz, Zimt auf die Niere und das chinesische Veilchen auf das Herz.

Um eine Erkrankung erfolgreich behandeln zu können, bedarf es bei der Zusammenstellung der höchst individuell abgestimmten Rezepte großer Erfahrung, da Zutaten und Dosierung sehr variabel sein können.

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Akupunktur und verwandte Verfahren

Die chinesische Medizin hat mehrere Verfahren entwickelt, wie ein krankheitsbedingt gestörter Energiefluss zwischen Organen anregend oder dämpfend beeinflusst werden kann. Dazu werden bestimmte Punkte auf den Meridianen mit Nadeln (Akupunktur, (Fingerdruck, Akupressur) oder Wärme (Moxibustion) behandelt. Bei der Moxibustion kommt die Wärme von glühenden Kräuterzigarren, die über die Heilpunkte gehalten werden, ohne sie zu versengen.

Auch Massagen sind Teil der chinesischen Medizin. Bei der Shiatsu-Massage drückt der Behandler Punkte entlang der Meridiane, wobei er seine Daumen, Handballen, Ellenbogen und sogar die Knie einsetzt.

Bei Tui-Na verwendet der Masseur spezielle Grifftechniken, die der Anregung der Qi Zirkulation dienen.

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Heilgymnastik

Die chinesische Heilgymnastik mit ihren Techniken Tal Chi und Qi Gong ist wesentlicher Bestandteil der chinesischen Medizin. Es gibt kaum andere Methoden, die den Menschen vergleichbar ganzheitlich ansprechen. Mit ihrer Mischung aus Atem-, Bewegungs- und Meditationsübungen harmonisieren sie den Fluss der Lebenskraft Qi und damit die Verbindung von Körper, Geist und Seele.

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Porta Westfalica, den 30.08.2005

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