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| Um Feng Shui eine jahrtausendalte chinesische Lehre besser zu verstehen, ist es empfehlenswert auch auf die allgemeine Naturmedizin zu blicken, da hier bereits sehr viele Elemente vorkommen.
Hier finden Sie Kurzinformationen über Themen, die direkt und indirekt mit der Fen Shui Lehre in Verbindung stehen: |
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Der Schamanismus gehört zu den ältesten Heilritualen der Menschheit und wurde in vielen Kulturen wahrscheinlich schon vor 100 000 Jahren praktiziert. In einer Zeit, in der das Verständnis für die Ursachen von Krankheiten oder Naturgewalten fehlte, galt das harmonische Miteinander des Menschen mit der Natur und ihren Lebewesen als Basis für Gesundheit und ein gutes Lebensschicksal. In schamanistischen Lehren werden darüber hinaus die Existenz und der Einfluss von Geistern und Verstorbenen angenommen. Krankheiten und Lebensprobleme werden als Konflikte des Menschen mit den großen «Lebensmächten« angesehen. Schamanen waren Heller, Priester und Propheten zugleich. Ihnen wurde die Fähigkeit zugeschrieben, mit unsichtbaren Wesen und den Seelen von Verstorbenen kommunizieren zu können. Dazu mussten sie wahrscheinlich einen Trancezustand erreichen, in dem sie «Mittler zwischen den Welten« waren und als Medium auch Ratschläge für die Behandlung von Krankheiten empfangen konnten. In westlichen Ländern erleben schamanistische Lehren heute wieder einen beachtlichen Zulauf. Von ihnen wird meist erwartet, die abhanden gekommene Verbundenheit des Menschen mit den Kräften der Natur und der Welt der Geister wiederherzustellen. Hierdurch sollen das Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele verbessert, die Gesundheit gestärkt und Heilungsprozesse unterstützt werden. |
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Ayurveda ist das seit über 3000 Jahren angewendete traditionelle Heilsystem Indiens und gilt als die älteste in sich geschlossene Medizin lehre der Menschheit überhaupt. Es wird daher auch als »Mutter der Medizin« bezeichnet. Der Begriff Ayurveda (Ayur = Leben, veda = Wissen) kommt aus dem Sanskrit und heißt wörtlich übersetzt » Wissenschaft vorn Leben«. Diese traditionsreiche Heilmethode dient nicht nur der Behandlung von Krankheiten, sondern vor allem der Förderung und Stabilisierung der Gesundheit. Niedergeschrieben ist der Ayurveda in den Veden, die als die ältesten heiligen Schriften der indischen Kultur gelten. Hier finden sich zahlreiche Abhandlungen zur Diagnose und Therapie von Krankheiten und zur Lebensführung, aber auch Ausführungen über den Sinn des Lebens im Ganzen. Die Schriftsammlungen des Ayurveda, die Samhitas, die zwischen 1500 v. Chr. und 800 n. Chr. entstanden, unterscheiden 8 medizinische Bereiche: Innere Medizin, Frauen- und Kinderheilkunde, Hals-Nasen-Ohren- und Augenheilkunde, Geisteskrankheiten, Gesundheitsförderung und Belebungsmaßnahmen, Chirurgie, Vergiftungen und Sexualmedizin. Zu allen Gebieten geben die Schriften konkrete Therapieanleitungen und Verhaltensmaßregeln. Das Menschenbild im Ayurveda Der Mensch wird als Mikrokosmos des ihn umgebenden Makrokosmos betrachtet. Der Mensch sollte sich deshalb immer dessen bewusst sein, dass er als Teil des Ganzen mit dem Universum in Wechselwirkung steht. Nur so kann er ein Leben im Einklang mit dem Kosmos führen. Eine wichtige Rolle spielt im Ayurveda die lebens-lange Anpassung an natürliche Rhythmen, wie den Tag-und-Nacht Rhythmus, Ebbe und Flut etc. Um dem Menschen ein langes, erfülltes und glückliches Dasein zu ermöglichen, bietet die umfassende Gesundheitslehre des Ayurveda konkrete Lebenshilfe mit Aussagen zur Ernährung, zu philosophischen und religiösen Fragen, zur spirituellen Entwicklung und sogar zur Schönheitspflege. In den alten Schriften des Ayurveda heißt es: »Das Gleichgewicht von Stoffwechsel, Verdauung, Körpergeweben und Ausscheidungen sowie die Glückseligkeit von Bewusstsein, Geist und Sinnen sind die Voraussetzung für Gesundheit. « In der fernöstlichen Medizin soll die Pulsdiagnose Auskunft geben über den Ort, die Ursache und die Schwere von Erkrankungen. Am Puls soll der Behandler erkennen können, ob die sich ergänzenden Kräfte Yin und Yang aus dem Gleichgewicht geraten sind und die Lebensenergie Qi im Körper gleichmäßig fließt. Die Anwendung der Pulsdiagnostik erfordert große Erfahrung. Anwendung: Der Puls wird unterhalb des rechten und linken Handgelenks an jeweils drei verschiedenen Stellen getastet. Diese Punkte entsprechen bestimmten inneren Organen: Auf dem linken Handgelenk liegen z.B. die Stellen für Herz, Leber und Blase, auf dem rechten für Lunge, Milz und Magen. Die Messung erfolgt gleichzeitig mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger. Dabei werden oberflächliche Pulse, die man bei geringem Druck wahrnimmt, von tiefen Pulsen, die nur bei stärkerem Druck zu spüren sind, unterschieden. Fernöstliche Ärzte unterscheiden 28 verschiedene Pulsqualitäten, die sie mit Eigenschaften wie träge, sanft, tief, rau, saitenförmig, schlüpfrig oder zerfließend bezeichnen. Jede Pulsqualität steht im Zusammenhang mit einer Erkrankung. So weist ein »schlüpfriger« Puls auf eine Feuchtigkeitsansammlung im Körper oder eine bestehende Schwangerschaft hin; ein »saitenförmiger« Puls tritt bei Leber- und Gallenerkrankungen auf, ein sehr langsamer Puls bei kältebedingten Erkrankungen. In vielen asiatischen Heilsystemen wie z.B. der Traditionellen Chinesischen Medizin , der tibetischen Medizin oder dem indischen Ayurveda ist die Zungendiagnose eine wichtige Untersuchungsmethode. Die Ärzte berücksichtigen bei der Zungendiagnostik Farbe, Belag und Beschaffenheit der Zunge, um Hinweise auf gesundheitliche Störungen zu erhalten. So soll eine rote Zunge das Zeichen für übermäßige Hitze im Körper sein, während eine blasse Zunge auf einen Mangel an Lebensenergie hinweist. In der westlichen Naturheilkunde hat sich eine abgewandelte Form der Zungendiagnostik entwickelt. Wie Hände und Füße, wird auch die Zunge als eine Reflexzone angesehen (siehe Reflexzonentherapie Seite 340): Bestimmte Bereiche der Zungenoberfläche werden inneren Organen zugeordnet. Dabei repräsentiert die Zungenspitze Herz und Lunge, die Zungenseite entspricht Leber und Gallenblase, im hinteren Zungengrund befinden sich die Zonen für Niere und Blase, in der Mitte Magen, Milz und Pankreas. Verfärbungen, Beläge und andere Veränderungen dieser Stellen sollen auf Störungen der zugeordneten Organe hinweisen. Seit über 2000 Jahren werden Akupunktur und Akupressur in China angewendet. Vor allem in Kombination mit anderen Naturheilverfahren gelten sie in vielen Ländern der Welt heute als wirksame Behandlungsmethoden. Eines ihrer wichtigsten Anwendungsgebiete ist die Schmerzbehandlung. Akupunktur und Akupressur beruhen auf der Annahme, dass über bestimmte Punkte auf der Körperoberfläche Einfluss auf innere Organe ausgeübt werden kann. Die Chinesen entwickelten verschiedene Methoden, d lese Hautpunkte zu stimulieren. Die einfachste Form ist die Massage (Akupressur). Bei der Akupunktur werden die Punkte mit Nadeln, elektrischem Strom oder mit dem Laser gereizt. Therapie aus dem Reich der Mitte Während die Akupunktur seit Jahrtausenden ein wichtiger Bestandteil der chinesischen Medizin ist, ist sie in Europa noch eine vergleichsweise junge Therapie. Im 17. Jahrhundert waren es Missionare, die erstmals das Wissen von der Akupunktur aus China mitbrachten. Seinen großen Durchbruch erlebte das Verfahren allerdings erst nach 1972, als Filmaufnahmen von Operationen weltweit bekannt wurden, bei denen der Patient offenbar nur mit Nadeln betäubt wurde. In China beginnen jeden Morgen Millionen von Menschen ihren Tag mit Tai Chi Chuan. Die fließenden, wie in Zeitlupe ausgeführten Körperübungen sollen ein langes, gesundes Leben fördern und Krankheiten vorbeugen. Tai Chi Chuan oder kurz Tai Chi ist eine Form der Bewegungsmeditation und ein wichtiger Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin. zen. Es ist im Westen auch unter dem Begriff Schattenboxen bekannt. Tai Chi als Heilmethode. Die chinesische Medizin versteht Krankheiten als einen gestörten Fluss der Lebensenergie Qi. Ist der Mensch gesund, zirkuliert die Energie frei in den Meridianen und versorgt alle Organe. Zur Gesunderhaltung muss das Qi, bestehend aus den beiden gegensätzlichen Urkräften Yin und Yang, ständig gestärkt und in einem stabilen Gleichgewicht gehalten werden. Dieser Prozess kann mit Tai Chi oder dem verwandten Qi Gong angeregt und unterstützt werden. Stilrichtungen : Im Lauf der Jahrhunderte haben sich unterschiedliche Formen des Tai Chi herausgebildet. Sie unterscheiden sich in der Abfolge der Bilder, die der Übende nacheinander ausführt. Die verschiedenen Stile des Tal Chi existieren gleichberechtigt nebeneinander. Vor allem die Wu-, Chen- und Sun-Stilrichtungen blicken in China auf eine lange Tradition zurück. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Qi Gong seit über 4000 Jahren zur Erhaltung der Gesundheit praktiziert. Es handelt sich um eine Kombination aus Atem-, Bewegungs- und Meditationsübungen, die auch im Westen mittlerweile sehr populär ist. »Qi« bedeutet Lebensenergie, der Begriff «Gong« lässt sich mit »so lange üben, bis man darin Meister ist« übersetzen. Qi Gong wird ausgeübt, um eine Aktivierung und Regulierung der Lebensenergie und damit innere Gelassenheit und Ausgeglichenheit zu erreichen. Charakteristisch für Qi Gong sind die harmonischen, langsam fließenden Bewegungen und Körperhaltungen sowie die Ruhe- und Entspannungsübungen. Auch wenn man äußerlich nur die ineinander übergehenden Bewegungen wahrnimmt, so spielt im Qi Gong der geistige Aspekt eine zentrale Rolle: Die Übungen sind immer begleitet von der Vorstellung, dass sich beim Einatmen der Körper mit der Lebensenergie Qi füllt, die in den Energiebahnen (Meridianen) zirkuliert. Um Qi Gong auszuüben, bedarf es keiner besonderen sportlichen oder athletischen Fähigkeiten. Die Übungen lassen sich individuell auf die Möglichkeiten des Übenden abstimmen und eignen sich für Menschen jeden Lebensalters. Porta Westfalica, den 20.08.2006 |
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