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| Um Feng Shui eine jahrtausendalte chinesische Lehre besser zu verstehen, ist es empfehlenswert auch auf die Tibetische Medizin zu blicken, da hier bereits sehr viele Elemente vorkommen.
Hier finden Sie: |
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Bei der Tibetischen Medizin handelt es sich um ein naturphilosophisches Heilsystem, das seine Ursprünge im tibetischen Schamanismus hat. Im Laufe der Jahrhunderte wurden Elemente der buddhistischen Religion, des indischen Ayurveda und der chinesischen Medizin einbezogen. Im Menschen wirken die drei Kräfte
Die Bäken-Kraft ist für die Aufnahme der Nahrung in den Körper verantwortlich; ihr sind die Elemente Erde und Wasser zugeordnet. Die Lung-Kraft steuert Nerven, Muskeln und Blutkreislauf sowie Gedanken und Gefühle; zu ihr gehört das Element Wind. Die Tipa-Kraft ist für die Ausscheidungsvorgänge und den Wärme-Haushalt des Körpers zuständig; ihr ist das Element Feuer zugeordnet. Sind diese drei Kräfte im Gleichgewicht, so ist der Mensch gesund. Entsteht eine Disharmonie, so kann körperliche oder geistige Krankheit die Folge sein. |
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Der traditionelle tibetische Arzt versucht bei einer Erkrankung herauszufinden, welche der drei Kräfte fehlt bzw. überhand genommen hat. Dabei ist die Pulsdiagnose (siehe Seite 335) die wichtigste Methode, um Disharmonien festzustellen. Dazu kommen die Beobachtung und Befragung des Kranken, die Zungendiagnose (siehe Seite 423) und eine Urinuntersuchung. In der tibetischen Medizin werden Körper und Geist als Einheit gesehen. Körperliche Krankheiten können deshalb auch auf einer geistigen Ebene behandelt werden:
Zur ärztlichen Behandlung gehören darüber hinaus:
Den drei Grundkräften Bäken, Lung und Tipa und den zugehörigen Elementen werden nicht nur die Krankheiten, sondern jeweils auch bestimmte Arzneimittel und bestimmte Nahrungsmittel zugeordnet. In der tibetischen Medizin werden Nahrungsmittel auch therapeutisch eingesetzt. Maßgeblich für die Wahl sind ihre Eigenschaften: einerseits die Geschmacksrichtung (unterschieden werden süß, sauer, salzig, bitter, scharf und zusammenziehend) und zum anderen die Zuordnung zu den drei Kräften und den vier Elementen. Die Materialien zur Herstellung der Heilmittel sind pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Herkunft. Die Heilpflanzen stammen überwiegend aus hohen Lagen des Himalajas. Tibetische Arzneimittel sind häufig Gemische aus bis zu 30 verschiedenen Substanzen. Wie die Nahrungsmittel werden auch die Arzneien entsprechend ihren Eigenschaften und ihrer Zuordnung zu den drei Kräften eingesetzt. Geschmack und Herkunft spielen dabei ebenfalls eine Rolle. Tibetische Ärzte unterscheiden zwischen sanften und stärkeren Anwendungen. Zu den sanften Verfahren gehören Massagen, Einreibungen mit warmem Sesamöl, Schwitzkuren und heiße Packungen. Zu den stärker wirkenden Heilmethoden zählen Akupunktur, Moxibustion und ausleitende Verfahren wie Aderlässe. Porta Westfalica, den 20.08.2006 |
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