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Architektenkosten, Sorgenfrei und ohne Bauschäden bauen, das geht nur mit ausgereifter Planung. In einer Zeit, in der jeder soviel wie möglich sparen muss, steht auch die Bauplanung unter dem Sparzwang. Und gerade hier kann der Laie ganz schnell am falschen Ende sparen und das kostet wirklich Geld. Abgesehen vom Entwurf und der Genehmigungsplanung, die sowieso nur von einem Planer mit Bauvorlageberechtigung eingereicht werden kann, sollte zumindest auf die Ausführungsplanung und Bauüberwachung (Bauleitung) nicht verzichtet werden. Die Architektenleistungen und Kosten sind in der HOAI festgelegt. Dieses Kürzel steht für die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Die HOAI gliedert die Architektenleistung in Leistungsphasen: (Anteil am Honorar in Prozent der anrechenbaren Baukosten). Einfachhalber veranschlagen Sie 10 % der Baukosten als Gesamthonorar. 1. Grundlagenermittlung und Lösungsvorschläge: 3 % 2. Die Vorplanung, der Vorentwurf: 7 % 3. Entwurfsplanung: 11% 4. Genehmigungsplanung: 6 % 5. Ausführungsplanung: 25 % 6. Planung der Auftragsvergabe und Massenermittlung: 10 % 7. Mitwirkung bei der Auftragsvergabe: 4 % 8. Bauüberwachung: 31 % 9. Mängelbeseitigung und Dokumentation: 3 % Inwieweit Sie diese Leistungen in Anspruch nehmen wollen, hängt natürlich von Ihrem Bauvorhaben und von Ihrem eigenen Leistungswillen ab. zu 1. hier können Sie die Ermittlung und Zusammenstellung der notwendigen Unterlagen, selbst erledigen. zu 2. hier eignen sich Lösungsvorschläge, wie zum Beispiel die Typenhäuser aus unserer Ausstellung. Diese Häuser sind durchgeplant und bereits einmal gebaut worden. zu 3. wie 2. lassen sich hier Einsparungen erzielen. zu 4.diese Phasen müssen Sie dem Fachplaner überlassen. zu 5. auf diese Planung sollten Sie nicht verzichten. Viele Bauschäden entstehen nicht durch fehlerhafte Planung, sondern durch nicht ausgeführte Ausführungsplanung. zu 6 + 7 + 9. sind durchaus geeignet, diese Leistungen in eigener Regie auszuführen. zu 8. die Bauleitung ist nur in Verbindung mit der Aüsführungsplanung fehlerfrei durchzuführen. Der private Bauherr kann durch Eigenleistung viel Geld sparen. Die Höhe der Einsparungen kann dabei ohne weiteres 50.000 Euro betragen. Diese so genannte "Muskelhypothek" ist allerdings schon im Vorfeld mit Mehrarbeit verbunden. Als Selbstbauer benötigt man mehr Informationen als derjenige, der sein Bauvorhaben ausschliesslich mit einem Architekten oder Bauträger plant. Man muss sich eingehend mit Produkten und Bezugsmöglichkeiten informieren, Preise studieren und letztendlich auch feststellen welche Arbeitsvorgänge man bewältigen kann und welche nicht. Gerade letzteres muss geklärt werden, bevor die Entscheidung getroffen wird, beim Hausbau selbst mit Hand anzulegen. Wenn man sich hier überschätzt, kann das Traumhaus zum Alptraum werden. Vielleicht möchten Sie mehr zum Thema erfahren? Porta Westfalica, den 19.10.2008 |
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