733 Ingenieurbauwerke
Ingenieurbauwerke sind bauliche Anlagen, die von Bauingenieuren geplant und konstruiert werden und sich durch ihre statisch-konstruktive Durchbildung und Nutzungsart auszeichnen.
Dazu gehören:
Verkehrsbauwerke:
Brücken, Tunnel, Trogbauwerke, Stützbauwerke, Lärmschutzwände, Verkehrszeichenbrücken.
Anlagen der Wasserversorgung und -entsorgung:
Dazu zählen beispielsweise Regenrückhaltebecken, Schächte und Stollen.
Anlagen der Ver- und Entsorgung:
Einschließlich Gas-, Feststoff- und Flüssigkeitsversorgung sowie Abfallentsorgung.
Anlagen des Straßen-, Schienen-, Flug- und Wasserverkehrs:
Hierzu gehören auch unterirdische oder oberirdische Einhausungen von Straßen, Kreuzungsbauwerke und Galeriebauwerke.
Merkmale von Ingenieurbauwerken:
Sie erfordern eine statisch-konstruktive Berechnung und Planung.
Sie dienen nicht nur der Gestaltung, sondern haben eine spezifische technische Funktion.
Sie können oberirdisch oder unterirdisch angeordnet sein.
Sie können eine bestimmte Höhe oder Spannweite aufweisen, wie z.B. Stützbauwerke mit mindestens 1,5 Metern sichtbarer Höhe oder Lärmschutzwände mit mindestens 2 Metern sichtbarer Höhe.
Abgrenzung:
Tiefgaragen und Parkbauten gelten als Ingenieurbauwerke, da sie eine Schnittstelle zwischen Architektur und Ingenieurbau darstellen.
Durchlässe zählen in der Regel nicht zu den Ingenieurbauwerken.
Bauwerke, die lediglich der Gestaltung, Nutzung, Ver- oder Entsorgung einer Freianlage dienen, sind in der Regel keine Ingenieurbauwerke.