DIN 276 - KG 442 Eigenstromversorgunsanlagen
Photovoltaik
Solarpflichten und GEG werden zum Bestandteil von Photovoltaikanlagen bei der Planung von Hochbauten. Statt auf Dach geständerte Module rücken die Gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV) ins Zentrum: PV ersetzt Dacheindeckung, Fassadenbekleidung oder Verschattung – mit definierter Farbgebung, Fugenbild und Modulformat.
Aufdach-Photovoltaikanlage
Eine Aufdach-Photovoltaikanlage ist die gängigste Methode zur Installation von Solarmodulen auf bestehenden Dächern. Hierbei werden die Solarmodule mittels einer Unterkonstruktion auf die vorhandene Dacheindeckung montiert.
Wesentliche Merkmale:
- Montage: Die Module werden mit einer Unterkonstruktion, meist bestehend aus Dachhaken und Schienensystemen, mit der vorhandenen Dachkonstruktion befestigt.
- Hinterlüftung: Durch den Abstand zwischen der Dachfläche und Modul entsteht eine natürliche Luftzirkulation. Die Module werden besser gekühlt und verbessern den Wirkungsgrad. Bei Hitze verlieren die Module an Leistung
- Anwendung: Besonders geeignet für die Nachrüstung auf bestehenden Satteldächern (z. B. Einfamilienhäuser).
- Vorteile: Geringer Eingriff in die Bausubstanz, einfachere Montage, leichter Austausch/Demontage der Module.
Im Gegensatz zur Indach-Anlage (bei der die Module das Dach ersetzen) bleibt bei der Aufdach-Montage die schützende Dachhaut vollständig erhalten. |

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Bauwerkintegrierte Photovoltaik
Bauwerkintegrierte Photovoltaik (BIPV, englisch: Building-integrated Photovoltaics) bezeichnet Solarmodule, die nicht nur Strom erzeugen, sondern als integrale Bestandteile der Gebäudehülle (Dach oder Fassade) herkömmliche Baumaterialien ersetzen. BIPV-Elemente übernehmen multifunktionale Aufgaben wie Witterungsschutz, Wärmedämmung und Ästhetik, anstatt nur aufgesetzt zu werden.
Kernmerkmale und Funktion der BIPV:
- Doppelfunktion: Sie dienen als Witterungsschutz/Bauteil und als Stromerzeuger.
- Ersatzfunktion: BIPV ersetzt konventionelle Materialien wie Dachziegel, Fassadenverkleidungen oder Glasfassadenelemente.
- Integration: Die Module sind Teil der Konstruktion (z.B. Indach-Systeme, Ganzglasfassaden, Balkongeländer).
- Multifunktionalität: BIPV bietet zusätzlichen Schallschutz, Wärmedämmung und Witterungsschutz.
- Gestaltung: Sie ermöglicht ästhetisch ansprechende, individuelle Gebäudehüllen durch farbige oder strukturierte Module. [1, 2, 3, 4, 5]
Hauptanwendungsgebiete:
- Dach: Solardachziegel oder Indach-Module, die Dachziegel ersetzen.
- Fassade: Vorgehängte hinterlüftete Fassaden oder Glasfassaden mit PV-Funktion.
- Sonstiges: Fensterläden, Sonnenschutz (Kopfverglasungen) oder Balkongeländer.
BIPV ist eine zukunftsorientierte Technologie, die besonders bei Neubauten und energetischen Sanierungen angewendet wird, um den Energiebedarf von Gebäuden zu decken und gleichzeitig den Verbrauch von Freiflächen zu vermeiden.
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Solardachziegel
Solardachziegel (oft auch Solarziegel oder Solardachpfannen genannt) sind spezielle Dachbaustoffe, die klassische Dachziegel und moderne Photovoltaik-Technik in einem Produkt vereinen. Sie dienen primär dazu, Sonnenenergie in Strom umzuwandeln, während sie gleichzeitig die Funktion der Dacheindeckung übernehmen und das Haus vor Witterungseinflüssen schützen.
Kernmerkmale und Funktion
- Funktionsweise: Die Ziegel bestehen aus Materialien wie Ton, Schiefer oder Kunststoff, in die kleine Solarzellen (meist monokristallines Silizium) integriert sind.
- BIPV (Building-Integrated Photovoltaics): Sie gehören zur bauwerkintegrierten Photovoltaik, da sie nicht auf das Dach aufgesetzt, sondern direkt, als Dachhaut verbaut werden.
- Optik: Im Gegensatz zu herkömmlichen Aufdach-Anlagen sind Solardachziegel sehr dezent und fügen sich nahtlos in das Dachbild ein, was sie ideal für den Denkmalschutz oder ästhetisch anspruchsvolle Dächer macht.
- Ersatz von Ziegeln: Sie ersetzen die herkömmliche Eindeckung vollständig, oft wird jedoch nur ein Teil der Fläche mit stromproduzierenden Ziegeln belegt, während der Rest mit passenden Blindziegeln ausgefüllt wird.
Arten von Solarziegeln
- Kleinmodule: Mehrere kleine Solarzellen sind in eine Pfanne eingelassen.
- Glas-Glas-Module: Die gesamte Oberfläche des Ziegels besteht aus Solarzellen, die zwischen zwei Glasschichten abgedichtet sind.
Vorteile
- Ästhetik: Nahezu unsichtbare Stromerzeugung, da sie wie normale Dachziegel aussehen.
- Haltbarkeit: Widerstandsfähig gegen Hagel und hohe Belastungen (oft 25-30 Jahre Lebensdauer).
- Sturmfestigkeit: Keine Angriffsfläche für Wind durch die direkte Integration.
Nachteile
- Kosten: In der Regel deutlich teurer in Anschaffung und Montage als klassische Aufdach-PV-Anlagen.
- Wirkungsgrad: Etwas geringerer Wirkungsgrad pro m2 im Vergleich zu Hochleistungs-Aufdachmodulen.
Anwendungsgebiete
Solardachziegel lohnen sich besonders bei Neubauten oder einer kompletten Dachsanierung, um die Kosten für eine separate Eindeckung zu sparen.
- Solardachziegel oder Aufdach-Solarmodule - Solarwatt
Solardachziegel sind Dachziegel aus Ton, Schiefer oder Kunststoff mit eingelassenen Solarzellen.
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